Akupunktur

Das Qi des Körpers verteilt sich über 12 Hauptleitbahnen (Meridiane). Durch das Einbringen von sehr dünnen Nadeln an spezifischen Punkten auf diesen Leitbahnen lassen sich bestimmte Wirkungen erzielen. Die chinesische Medizin beschreibt etwa 360 klassische Akupunkturpunkte und eine Vielzahl von Extrapunkten. Der Nadeleinstich selbst ist sehr schmerzarm, es kann aber ein leichtes Brennen, Ziehen oder ein sanftes elektrisches Gefühl entstehen.
Elektro-Akupunktur
Mit Hilfe von schwachen elektrischen Strömen werden die Akupunkturpunkte stimuliert. Dadurch werden schmerzlindernde Impulse erzeugt, die sich insbesondere bei der Akupunkturanästhesie, chronischer Schmerzsyndromen und der Linderung akuter Schmerzen des Bewegungsapparats bewährt haben. Die Elektrostimulation ist jedoch nicht unbeschränkt einsetzbar.

 

Ohr-Akupunktur

Die Ohr-Akupunktur ist ein eigenständiges Therapiesystem, Für die Diagnose und Behandlung wurden bis heute über 200 genau beschriebene Punkte festgelegt. Über diese Punkte können Funktionen von Organen, Nerven, Muskeln und Gelenken beeinflusst werden.

Die Therapie ist sehr schnell wirksam. Besonders gut eignet sie sich zur Stimulierung innerer Organe wie Prostata, Uterus oder Eingeweiden. Auch in der Behandlung von Migräne, Trigeminusleiden, Ischias-schmerzen, Allergien, Übergewicht, Nikotin-, Medikamenten-, Drogen-, oder Alkoholsucht erzielt die Ohrakupunktur erstaunliche Erfolge.

Schröpfen und Moxa


Dies sind verwandte Therapieformen, die auf der Akupunktur aufbauen.
Beim Schröpfen werden die Punkte mit Schröpfgläsern stimuliert. Die Schröpftherapie eignet sich vor allem für die Behandlung der „äusseren Schichten“ des Menschen, wie Muskeln und Haut.
Bei der Moxatherapie (Moxibustion) werden Akupunkturpunkte durch das Abbrennen von getrockneten Blättern einer Beifussart (Artemisia vulgaris) oder mit Moxazigarren – aus Beifussblättern gedrehte Stangen – erwärmt.

 

Laser-Akupunktur

Die Laser arbeitet mit roter Laserstrahlung und werden nicht in die Haut eingestochen, sondern lediglich auf den Akupunkturpunkt aufgesetzt. Die eventuellen Einstichschmerzen sind somit ausgeschlossen.
Diese sanfte Art der Akupunktur ist optimal bei Schwangeren einsetzbar da es weniger Stress für die Mutter und das ungeborene Kind bedeutet. Aber auch bei Kinder.


Moxibustion

Die Moxatherapie ist eng mit der Akupunktur verbunden. Durch das Abbrennen von Artemisia vulgaris (Beifuss) über den Akupunkturpunkten wird diesen Wärme zugeführt. Besonders bei bestimmten Schwächezuständen und Krankheiten, die durch Kälte hervorgerufen werden, sowie zur Prävention kann die Moxatherapie eingesetzt werden.

 

 

 

 Kräutertherapie


Die Chinesische Kräuterlehre basiert auf der Theorie der chinesischen Medizin. Die Klassifizierung der Kräuter erfolgt nach Geschmack, Temperatur und Leitbahn- bzw. Organbezug. Die Inhaltsstoffe spielen dabei keine oder eine untergeordnete Rolle, die Kräuter müssen auch nicht aus China stammen. Der Therapeut erstellt aufgrund der vielfältigen Kräutereigenschaften eine individuelle Rezeptur, die genau auf Ihre Beschwerden zugeschnitten ist.
Ernährung/Diätetik

Die Ernährung ist eine Hauptenergiequelle des Körpers. Die Nahrungsmittel und Getränke werden nach den gleichen Kriterien wie die Kräuter eingeteilt. So lässt sich sehr effektiv auf bestimmte Disharmonien im Körper einwirken. Die chinesische Ernährungslehre spielt eine herausragende Rolle in der Gesunderhaltung des Menschen. Sie wird auch viel eingesetzt zum Abnehmen nach den 5 Elementen.


Tuina Massage

Tuina bezeichnet die traditionelle chinesische Massage. Durch spezielle Techniken, wie reiben, schieben, klopfen, drücken lassen sich energetische Störungen harmonisieren und gezielt Blockaden beheben. Auch zur Stärkung der Immunabwehr und damit zur Prävention eignet sich die Massagetechnik sehr gut.
Schröpfen

In vielen Kulturen (Griechenland, antikes Ägypten, Indien, Europa, China) ist das Schröpfen seit langer Zeit bekannt. Es wird als klassisches ausleitendes Verfahren beschrieben. Durch das Aufsetzen von Schröpfgläsern auf die Haut wird ein Vakuum erzeugt. Dadurch wird die Blut- und Lymphzirkulation angeregt und pathogene (krankmachende) Faktoren aus dem Körper ausgeleitet. Die Therapie wird meist als sehr entspannend erlebt, es entstehen aber Hämatome (Blutergüsse) an den geschröpften Stellen. Gua Sha ist auch ein Schröpftechnik und die Wirkung ist ähnlich wie beim Schröpfen. Diese Schabetechnik ist in Asien in der Volksmedizin weitverbreitet. Bei dieser Methode wird statt mit eine Schröpfkopf mit einem Gegenstand (oft Büffelhorn) über bestimmte Hautareale „geschabt“.

 Qi Gong
 

Qi Gong ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform, die der Kultivierung von Körper und Geist dient. Die Übungen vermehren und harmonisieren das Qi. In China und auch zunehmend in Europa nimmt sie einen wichtigen Platz zur Gesundheitsvorsorge ein. Tai Chi und Kung Fu sind verwandte Formen.